Heute vor 19 Jahren --- Das World Wide Web (WWW) wird zur allgemeinen Benutzung freigeben.
Verfasst von Nero Impala am 6 August, 2010 - 14:51.
Ja, es sind fast schon 20 Jahre her, dass der erste Webserver Webseiten auslieferte und ein Webbrowser sie anzeigte. Wenige von euch werden sich an die ersten Browser, wie den NCSA Mosaic erinnern oder je mit ihm gearbeitet haben. Dann schon eher mit Netscape Navigator, der Jahre lang der de-facto Browser war bis Microsoft mit dem in Windows 98 integrierten Internet Explorer 4 -IE4 den Browserkrieg eröffnete.
Und all das nahm am 6. August 1991 mit einem Posting von Tim Berners-Lee in der Newsgroup alt.hypertext seinen Ursprung, als er vom Stand seines Projekts berichtete und auch eine Adresse zu den Quellen eines Alpha-Version eines rudimentären Webbrowsers (linemode) angab.
Dabei ging es eigentlich nur darum, den Forschern am CERN ein Medium zum Kommunikation ihrer Ergebnisse zu schaffen, d.h. um Texte und ein paar Bilder (Diagramme, Fotos etc.) zur Verfügung zu stellen. Wenn man sich anschaut, was daraus geworden ist, kann einem nur noch schwindelig werden. Es sei denn, man ist noch ein Jugendlicher, der das Medium einfach als selbstverständlich nimmt. Vielleicht soll es auch genau so sein.
Und noch ein kleiner Sieg
Verfasst von Nero Impala am 5 August, 2010 - 10:33.
Wer hätte das gedacht. Nach dem am 4. November 2008, dem Tag der Wahl Barack Obamas zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten, in Kalifornien die unsägliche Proposition 8 von 52% der Wähler angenommen wurde und damit die jüngst erst eingeführte »Homoehe« wieder abschaffte, wurde gestern dieser Volksentscheid als verfassungswidrig wieder kassiert. Begründung: Verstoß gegen den verfassungsmäßigen Gleichheitsgrundsatz.
Die religiöse Recht hat natürlich wieder Schaum vorm Mund und plant nun seinerseits Schritte gegen das kalifornische Urteil. Befürworter und Gegner der Gleichstellung homo- und heterosexueller Ehen bereiten sich auf den langen Marsch durch alle Instanzen vor. Am Ende wird die Sache mit Sicherheit vor dem Supreme Court der USA landen. Wie die Rechtsfrage dort ausgeht, dürfte in den Sternen stehen. Das Problem hier ist die Zusammensetzung der Richterschaft. Fünf republikanischen Richtern stehen nur drei demokratische gegenüber. Da Mitglieder des Supreme Courts auf Lebenszeit gewählt werden und die ältesten beiden Richter Antonin Scalia und Anthony Kennedy, beide Jahrgang 1936, mit 74 Jahren zwar nicht mehr sonderlich jung, aber für oberste Richter auch noch nicht wirklich alt. Auf liberale Nachfolger sollte man also nicht hoffen. Außerdem ist es gar nicht ausgemacht, wie die Richter entscheiden. Selbst als konservativ geltende Richter, wie Antonin Scalia, überraschten schon mit erstaunlich liberalen Entscheidungen, allerdings nicht, wenn es um Homosexualität geht.
Viel interessanter ist, woher die Gegner der Homoehe und Initiatoren der Prop 8 in Kalifornien das Geld für ihre Kampagne haben. Natürlich unterstütze Rom also die römisch-katholische Kirche den Volksentscheid, die entscheidenden Gelder stammen aber nach allen bisher bekannt gewordenen Information von der The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints (LDS) einer Untergruppe der Mormonen, die ihre Mitglieder dazu anhielten, als Glaubensbeweis für Prop 8 Geld zu spenden und Freizeit für Aktionen zu opfern. Es wurde ermittelt das von allen nicht kalifornischen Kampagnengeldern (out of state fundings) 45% aus dem Bundesstaat Utah stammen, der Heimat der Mormonen, mehr als von jedem anderem Bundesstaat. 80-90% aller politischen Klingenputer (door-to-door activists), die in Einzelgesprächen Wahlberechtigte bei Besuchen zu Hause von der Prop 8 überzeugen wollten, waren Mitglieder der Prop 8.
Ein Sieg der Vernunft
Verfasst von Nero Impala am 4 August, 2010 - 21:18.Wer es bisher noch nicht wusste, ich darf mich seit einigen Jahren Diplominformatiker nennen, worunter sich meine Mutter bis heute nur »was mit Computern« vorstellen kann. Wenn es aber nach unseren Bildungspolitikern ginge und gegangen wäre, würde es diesen Studiengang nicht mehr geben, sondern stattdessen den Bachelor und Master of Computer Sience. Klingt total trendy ist aber totaler Mist.
Bachelor oder auch das Schmalspurstudium - Bachelor, dass ist ein klein wenig mehr als Grundstudium. Die Politik wird nicht müde, die neuen Abschlüsse als das non plus ultra zu verkaufen. Insbesondere wird die tolle internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse immer heraus gestrichen. Dabei ist es gerade das Diplom und seine sehr breite inhaltliche Aufstellung, was uns im Ausland zu begehrten Arbeitskräften macht.
In Wirklichkeit ist der Bachelor nur eins: billig. Wenn, wie geplant, der überwiegende Teil der Studenten nur ein Kurzprogramm durchziehen und nicht, wie beim Diplom das volle Programm, lassen sich mehr Leute durch die Uni schleusen. Pech nur, dass dabei die Qualität auf der Strecke bleibt. Das man am Ende mit einem Papier dasteht, mit dem man oft, wenn auch nicht immer, nichts anfangen kann, weil die Firmen eben doch lieber den Master oder das alte bewährte Diplom haben möchten. Pech nur, dass die Unis deutlich weniger Masterstudienplätze anbieten, als es Bewerber gibt und sich ihre Studenten aussuchen können.
Dabei war eine weitere, oft nicht öffentlich geäußerte, Begründung für die neuen Studiengänge, der Bedarf der Industrie an akademischen Fußvolk (Bachelor) und einer kleinen Eliten(Master).
Eine Reihe TUs scheint begriffen zu haben, dass die neue Entwicklung eine Sackgasse darstellt. Leider scheint die Politik über ein großes Beharrungsvermögen zu verfügen.
Herzlich Willkommen - Website Micro-FAQ
Verfasst von Nero Impala am 3 August, 2010 - 13:23.Es ist schon eine Weile her, dass ich meinen regelmäßigen Sermon abgesondert habe. Worum geht's? Um das Übliche: Die Registrierung als User auf dieser Website.
In den letzten Wochen hat es viele Neuanmeldungen gegeben, bei denen es auch ab und zu mal geholpert hat. Aus diesem Grund und, weil es einfach wieder fällig war:
Registrierte Benutzer auf textBLOXX - Eine Micro FAQ
1. Was habe ich davon, mich als Benutzer zu registrieren?
Als Gast kann man hier auch schon eine Menge machen. Zum Beispiel:
- Blogbeiträge lesen
- Viele Geschichten lesen
Als registrierter Benutzer kann man mehr, nämlich zusätzlich:
- (Fast) alle Geschichten lesen
- Previews lesen
- Eigene Blogbeiträge schreiben
- Kommentare lesen und schreiben
2. Warum die Registrierung
Diese Website ist nach wie vor eine Hobbyprojekt von mir. Wie die meisten vielleicht wissen, sind die rechtlichen Regeln und Vorgaben für den Betrieb einer Website ziemlich diffus, schwammig und zum Teil auch nicht ganz ungefährlich. Ein anonyme also als Gast geposteter Beitrag kann, je nach Inhalt, ziemlich haarig werden. Denkt nur mal an Urheberrechtsverletzungen, Aufforderungen zu Straftaten, Beleidigungen und so weiter. Dafür muss ich als Betreiber notfalls den Kopf hinhalten, was mir die Sache dann doch nicht wert ist.
Deswegen die Pflicht zur Registrierung: Wer seinen Senf dazu geben möchte, darf dies gerne tun, aber nur mit offenen Visir.
3. Warum ist die Registrierung so kompliziert?
Ist sie eigentlich gar nicht. Nach dem Ihr das Registrierungsformular ausgefüllt habt, bekommt Ihr zwei E-Mails:
- Die erste E-Mail stammt vom Webseitensystem (neudeutsch CMS-Content Management System). Sie teilt Euch euer Kennwort mit und ist eine Bestätigung dafür, dass die Registrierung an und für sich geklappt hat. Allerdings könnt Ihr euch noch nicht anmelden. Dazu müsst ihr...
Ein wenig Miniurlaub
Verfasst von Nero Impala am 26 Juli, 2010 - 12:28.Ich habe gerade ein wenig Miniurlaub und meine Mutter mit einer Freundin zu Besuch. Während die beiden die Stadt unsicher machen, bin ich damit beschäftigt, Nachtschatten nochmals komplett durchzulesen, um die gröbsten Schnitzer auszubügeln, und das ganze endlich fertig zu schreiben.
Stay tuned...
Okay, keine Preview
Verfasst von Nero Impala am 21 Juli, 2010 - 20:26.Ich habe mich entschieden. Es wird keine Preview geben, weil ich jetzt wirklich auf die Zielgrade einschwenke. Haltet bitte noch ein klein wenig durch!
Meine Freunde von der Telekom
Verfasst von Nero Impala am 20 Juli, 2010 - 21:23.Knurrrrrr!
Vorhin fast 5 mal 10 Minuten auf einen Kundenberater bei den Telekomikern in der Warteschlange gehangen und dass nur, um so eine bemilbte Micro-SIM freischalten zu lassen. Nach 10 Minuten legt das System mit einem Ausdruck des Bedauerns wieder auf. Beim den letzten 10 Minuten dachte ich, es wäre wieder so weit und hätte beim Knacken fast auf die rote Taste gedrückt, als sich dann doch noch ein Mensch meldete. Immerhin war es gebührenfrei. Das »kostenlos« will mir nicht über die Finger gehen, dass es mir 50 Minuten Freizeit gekostet hat.
Ein fleißiges Wocheende
Verfasst von Nero Impala am 19 Juli, 2010 - 11:18.Dieses Wochenende war ich durchaus fleißig. Nachtschatten hat jetzt über ein ½ MB Text und 124 Seiten in 29 Kapitel und nähert sich damit wirklich seinem Ende. Ich schätze, dass dieser Teil zum Schluss bei so um die 35 Kapiteln (± 3 Kapitel) landen wird. Ich hatte ja überlegt, noch eine Preview zu veröffentlichen, bin aber unschlüssig, welches Kapitel geeignet sein könnte, um nicht zu viel zu verraten. Ich werde da noch Mal in mich gehen müssen. Bis dahin bitte ich euch - auch wenn es sehr schwer fällt - um etwas Geduld.
...und es hat »BUMM!« gemacht - 65 Jahre Trinity-Test
Verfasst von Nero Impala am 16 Juli, 2010 - 13:48. Ich bin der Tod geworden, der Zerstörer der Welten.
Dr. J. Robert Oppenheimer am 16. Juli 1945 einen Hindutext zitierend
Der Blitz der Explosion war noch 400 Kilometer weit zu sehen und über 70 Kilometer weit zu hören. Die von der amerikanischen Regierung veröffentlichte Falschmeldung sprach von einem Munitionslager mit hochexplosivem Sprengstoff und pyrotechnischen Materialien, dass in den frühen Morgenstunden explodiert sei. Heute vor 65 Jahren, am 16. Juli 1945 um 05:29:45 Ortszeit explodierte in der Wüste New Mexicos die erste Atombombe der Geschichte - Trinity - Dreifaltigkeit.
»Now we are all sons of bitches« (Jetzt sind wir alles Hurensöhne) - Mit dieser Satz kommentierte Kenneth Bainbridge, einer der Mitentwickler der ersten Atombombe, die Explosion gegenüber dem Josef Oppenheimer, dem Vater der Atombombe. Dass sein Kind alles andere als nett entpuppte, begriff der Physiker und Leiter des Manhatten Projekts sehr schnell. Während unmittelbar nach dem erfolgreichen Test noch Euphorie vorherrschte, sorgten die deutlich stärker als vorausberechnete Radioaktivität, der zu strahlenden grünlichen Glas verschmolzene Wüstensand und der 300m große und 3 Meter tiefe Krater für Entsetzen und Ernüchterung. Nur der militärische Leiter General Leslie R. Groves zeigte sich hell auf begeistert. Keine vier Wochen später, nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki war Oppenheimer ein gebrochener Mann (»Diese armen kleinen Menschen«).


