»Es ist noch nie jamand erstunken, wohl aber erfroren«
Verfasst von Nero Impala am 7 Februar, 2012 - 22:38.Es gehört ja zum guten Ton, nach dem Besuch des Aborts, insbesondere nach längeren Sitzungen, das Fenster zu öffnen, um die olfaktorische Raumluftbelastung relativ schnell wieder in zivile Bereiche zu bringen. Doch genau diese an sich lobenswerte Handlung bringt bei den momentan herrschenden Außentemperaturen nicht unerheblich Gefahren, inbesondere, wenn man vergisst, das zuvor geöffnete Fenster auch wieder zu schließen.
Scheiße, war die Brille kalt!
Alles Banditen!
Verfasst von Nero Impala am 28 Januar, 2012 - 23:41.
Man denkt ja immer, dass passiert nur den anderen, doch jetzt ist es mir passiert: Kreditkartenabzocke! Heute (28.1.2012) trudelte eine Kreditkartenabrechnung von einer Karte bei mir ein, die ich eigentlich nur im Urlaub benutze. Ihr letzter Einsatz liegt dann auch mehr als ein Jahr zurück, im Dezember 2010. Nichts böses ahnend, öffnete ich den Umschlag und wäre fast umgekippt. Fast 2.200€ in zwei Tagen wurden abgezogen. Primär Tankstellen und Konsumtempel. Ihr könnt euch also vorstellen, was ich diesen Samstag gemacht habe: Karte sperren, zur Polizei und Anzeige erstatten, alle Belege durchgehen... Und dann immer die Ungewissheit, ob man die Kohle wieder bekommt. Prinzipiell ist so eine Karte ja versichert, aber wer weiß, wie sich die Bank vielleicht noch rausredet. Die Sache ist jedenfalls zum kotzen.
Was ich mich frage: Wie sind die an meine Kartennummer gekommen?
Ich setzte das Teil fast nie ein, insbesondere auch nicht online. Phishing kann es somit nicht sein. Eigentlich gibt es nur eine Möglichkeit, nämlich das die Karte vor einem Jahr im Urlaub kopiert wurde. Das wäre wirklich hinterhältig. Wenn man nämlich davon ausgeht, dass so eine Karte regelmäßig genutzt wird, dürften den meisten Leuten der Zusammenhang mit dem Urlaub längst entfallen sein.
Nun ja, Montag werde ich erst einmal meiner Bank einen Besuch abstatten und den Fall schildern. Ich will meine Kohle wieder haben!
Grummel...
Verfasst von Nero Impala am 26 Januar, 2012 - 21:23.Als hart schufender Lohnsklave hat man doch eigentlich das Recht mit irgend einem netten Krimi, SciFi oder anderem fiktionalem Dumpfsinn sein Hirn auf Durchzug schalten zu lassen. Aber was müssen meine entzündeten Augen im EPG sehen: Dschungelcamp mit C- und Möchtegernsternchen, schwer verdauliche Dauerkochshows, Castingverarschungen, die üblichen Politgeronten im ARD-Permatalk...
Ich bin ein verirrter Fernsehkonsument, holt mich hier raus!
»Das Gespräch war zu kurz!«
Verfasst von Nero Impala am 24 Januar, 2012 - 22:54.
Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten:
- Die Drehbuchautoren fast aller Krimis und Thriller sind ignorante Technikverweigerer
- Die Drehbuchautoren fast aller Krimis und Thriller sind arrogante Arschlöcher, die glauben, auf Genauigkeit bei den Technikdetails kommt es nicht, weil es die Zuschauer eh nicht begreifen.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass die uns nach wie vor diesen Schwachsinn mit dem zu kurzen Gespräch präsentieren, wenn mal wieder eine Telefonfangschaltung nicht geklappt hat. Dabei ist das absoluter Humbug, wie eigentlich jeder nach der Diskussion um die Voratsdatenspeicher wissen sollte - sogar Drehbuchautoren. Da Gespräche heute komplett digital, entweder per ATM oder zunehmend per IP und SIP vermittelt werden, fällt bei jedem Verbindungsaufbau, ja sogar bei jedem Verbindungsversuch ein Datensatz an, der alle spannenden Informationen enthält. Es gibt sogar ein Leitungsmerkmal namens Malicious Call Identification (MCID), mit der sich Rufnummern sofort anzeigen lassen.
Aber vorher kommt dieser Mython, von der Fangschaltung, bei der ein Gespräch mindestens X Minuten bestehen musste, um gefangen zu werden?
Der Ursprung liegt in der Vermittlungstechnik der 60iger und 70iger Jahre des letzten Jahrhunderts als die Vermittlung von Gespräche noch von Hebdrehwählern und Edelmetall-Motor-Drehwählern vermittelt wurden und das gesamte Telefonnetz in Relais-Logik realisiert war. Wollte man damals einen Anruf zurück verfolgen, mussten Fernmeldetechniker der Post tatsächlich die Leitung vom Angerufenen zum Rufer in den Schaltkästen der Vermittlung zurück verfolgen, d.h. von einem Drehwähler zum nächsten wetzen, die Nummer ablesen und den Weg zum vorausgehenden suchen. Das kostete Zeit und war alles andere als einfach. Legte der Anrufer auf, bevor die ganze Kette abgeklappert war, fielen die Drehwähler in ihre Nulllage zurück und die ganze Arbeit war für die Katz.
Da versteh einer die Amerikaner!
Verfasst von Nero Impala am 20 Januar, 2012 - 12:30.
Im diesem Jahr werden unsere Freunde aus Übersee ja wieder ihren Präsidenten wählen. Auf der Seite der Demokraten ist die Sachlage einfach. Barack Obama wird zur Wiederwahl antreten. Bei den konservativen Republikanern ist noch nicht (ganz) klar, wer das Rennen macht und als Herausforderer antritt. Aber so wie die Dinge zur Zeit liegen, wird wohl der Multimillionär und Mormone Mitt Romney die Vorwahlen für sich entscheiden, es sei denn, die ultrakonservative und fundamentalistische religöse Rechte einigt sich auf einen gemeinsamen Kandidaten.
Sollte letzteres eintreten, hat Obama eine reelle Chance, wiedergewählt zu werden. Die evangelikalen Gotteskrieger Amerikas sind selbst den meisten Konservativen zu radikal. Aber Romney... der scheint schon jetzt Obama mächtig gefährlich zu werden. Aktuelle Umfragen sehen sie bei 48% und 46% gegen den Amtsinhaber.
Romney ist ein Marktradikaler. Sein Vermögen hat er mit Kauf, Zerlegung und Wiederverkauf von Firmen gemacht. Eine echte Heuschrecke. Wobei er das nicht so sieht und es als "gottgegeben" ansieht, Profit zu machen. Ein echter Mormone eben. Obama hingegen, so Romney, würde aus den U.S.A. einen "europäischen Sozialstaat" machen wollen. Da kann ich nur sagen: Wenn es denn so wäre. Etwas mehr Solidarität in der amerikanischen Gesellschaft wäre sicherlich nicht schädlich. Aber das sieht Romney natürlich ganz anders und pflegt die Lebenslüge aller Marktradikalen, dass Profit Wohlstand für alle bedeuten würde. Dabei reicht der Besuch einer Vorlesung in Volkswirtschaft, um zu wissen: damit einer reich wird müssen viele arm werden. Reichtum für alle ist eine Fiktion.
Das Problem Obamas sind die Arbeitslosen. Er hat drei Millionen mehr auf dem Konto, als bei Amtsantritt. Jeder, der ein wenig Nachrichten schaut oder Zeitung liest, weiß, dass das kaum seine Schuld ist, sondern die Folge des Scheiterns der wirtschaftsliberalen Ideologie vom freien Markt. Mit anderen Worten: Die Amis sind drauf und dran, wieder einen Präsidenten zu wählen, der genau aus dem Lager stammt, dass für die katastrophale Wirtschaftslage verantwortlich ist.
Abschlussprüfung zum Elektroniker für Betriebstechnik
Verfasst von Max2605 am 18 Januar, 2012 - 17:00.Juchuuu! Ich habe es geschafft. Nun bin ich Elektroniker f. Betriebstechnik!
Bestanden mit 73% Entspricht der Note 3.
Ab morgen gehst das "richtig" Arbeiten.
Gruß
Max
Unwort des Jahres - Die »Döner-Morde«
Verfasst von Nero Impala am 18 Januar, 2012 - 12:07.
Da hat ja die Sprachkritische Aktion ja mal wieder einen Volltreffer gelandet. Wenn ein Begriff des Jahres 2011 das Prädikat »Unwort« verdient hat, dann die Dönermorde. Dabei spiegelt der Begriff nur die Spitze des Eisbergs dar: Die Sonderkommissionen der ermittelnden Kriminalpolizeien hießen durchgängig »Bosporus«, die dann primär im Bereich der »Wettmafia« und »Halbmond-Mafia« ermitellten, lässt tief in die Gedankenwelt bundesdeutscher Ermittlungsbehörden blicken.
Wahrlich, ein würdiges Unwort.
Wobei die zweitplatzierten auch nicht von schlechten Eltern sind. Merkels Idee von einer »Marktkonformen Demokratie« lässt es mir eisig den Rücken runter laufen. Erst der Markt, dann die Demokratie? Dieser Begriffe steht wirklich in einer schönen Tradition an Worten, die den Menschen Markt und Wirtschaft unterordnen. Klassiker sind hier immer noch das »Humankapital« (2004) und die »Entlassungsproduktivität« (2005).
Obwohl mein Lieblingsbegriff sind nachwievor die »Intelligente Wirksysteme«.
»Die Was?« Wird sich jetzt der eine oder die andere fragen. Wirksysteme ist der nette Begriff, den sich die Rüstungsindustrie für Waffen präzieser Munition bzw. den tötenden (wirkenden) Teil einer Waffe ausgedacht haben. Ein intelligentes Wirksystem ist demnach intelligente Munition. Nett was?
Spruch des Tages
Verfasst von Nero Impala am 11 Januar, 2012 - 10:51.Heinz Buschkowsky - Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln
Das mag gegen die Schule gerichtet klingen, ist aber 180° anders gemeint. Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky ist ein streitbarer Geist, der die klare Ansage liebt. Gestern lief in unserem dritten Fernsehprogramm eine Reportage über Sarazin und die Folgen, in denen natürlich auch die Situation im Brennpunktbezirk Neukölln nicht fehlen durfte. Im Gegensatz zur verquasten und alles andere als wissenschaftlichen Ideologie eines gewissen Thilo S. sagt Buschkowsky klar, dass die (Kriminalitäts-)Probleme in Neukölln nicht ethnisch sondern sozial begründet wären. Eine Gegenmaßsnahme gegen die Bildung von Parallelgesellschaften und zur Verbesserung der der Integration, könnte z.B. der verpflichtende KITA-Besuch sein. Natürlich, so meinte er, kämen dann sofort wieder die Leute, die meinten, dass wäre gegen das Grundgesetz und den dort enthaltenen Grundrechten. An dieser Stelle brachte er dann das obige Zitat an und meinte weiter, niemand würde in Deutschland ernsthaft etwas gegen die Schulpflicht vorbringen. Worin bestehe dann der Unterschied zu einem verpflichtenden KITA-Jahr? Ja worin eigentlich?
Pinkelschleife
Verfasst von Nero Impala am 10 Januar, 2012 - 22:52.Was für ein unheimlicher Gedanke...

(cc) by xkcd



