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Die Heimat der schrägen Geschichten.

Von der Schwierigkeit normale Gespräche zu führen

Ich existiere auch noch. Und das meine ich genau so egoistisch, wie es rüberkommt. Manchmal habe ich im Moment das Gefühl, dass ich als Person verschwinde.
Bekomme ich Besuch ist die erste Frage: "Wo ist das Baby?".
Wenn ich Glück habe, wurde die Frage auf: "Hallo Iris, wo ist das Baby?" erweitert.
Komme ich irgendwo hin (natürlich habe ich die Kleine dabei, schließlich lebt sie noch nicht nach einem festen Rythmus und braucht die Futterquelle immer in der Nähe) wird als erstes in den Wagen oder in den MaxiCosi geschaut und blödes Zeug gebrabbelt. Ich werde meist ignoriert, bis das Kleine total überdreht ist, und mir zur Beruhigung wieder gegeben wird.
Ich hungere abends meinem Mann entgegen, um mir von Ihm mal was anderes erzählen zu lassen. Sein Tag ist dabei für mich interessanter als jedes Gespräch über Milchstau, Wachstumsschübe und wunde Hintern.

Ich liebe meine Tochter, aber ich existiere auch noch als Frau.

So, jetzt habe ich meinen Frust Mal wieder hier ausgekotzt und wende mich mit ruhigerem Gefühl der Babypflege.