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Gefährliche Pixel

Die Viecher sprießen ja wirklich überall aus dem Bode... oder von Plakaten. Vor ein paar Monaten noch ein Kommunikationsmittel von nerdigen Geeks (sowas wir mir), prangen inzwischen QR-Codes von allen möglichen Dingen, von Fahrplan an der Bushaltestelle, über Werbeplakate bis bin zu T-Shirts und Schultertaschen, um das eigene Smartphone auf die mehr oder weniger coole Website des Pixelanbringers zu leiten.

So weit, so nachvollziehbar und sogar halbwegs praktisch. Wer tippt schon gerne Webadressen ab?

Klingt nach einem »Aber«?

Yo! Tut es. Ich gebe zu, ich konnte mich nicht zurückhalten und habe die QR-Reader-App meines iPhones auch schon vor so einen Klotz Augenpuder gehalten. Mann ist halt neugierig. Das funktionierte an sich auch super problemlos, ließ mich dann in einem Fall an meinem Telefon zweifeln lassen. Statt auf dem elektronischen Fahrplan einer Buslinie erschien eine nicht wirklich jugendfreie Website mit lustvoll miteinander interagierenden nackten Tatsachen. Ähm... wie jetzt?

Vielleicht hätte ich gleich genauer hinsehen sollen, dann wäre mir vielleicht aufgefallen, dass ein ebenso notgeiler wie subversiver Witzbold den Originalpixelmatsch mit einem eigenen überklebt hatte. Gut, Heteropornos sind nicht unbedingt mein Ding, aber lustig war es schon. Es hätte aber auch anders ausgehen können. QR-Codes gelten inzwischen nämlich als ziemlich probates Mittel, um Smartphones mit Schadsoftware zu infizieren. Insbesondere manche Androiden und gejailbreakte iPhöne sind anfällig. Etliche ostasiatische Smartphonehersteller finden es nämlich nicht so wichtig, ihre Geräte mit regelmäßigen Updates zu versorgen - Wenn es denn überhaupt welche gibt. Es soll schon Modelle gegeben haben, deren Android-Version breits bei der Auslieferung gefährlich veraltet war. Bei derartigen Softwareständen reicht der ganz kurze Besuch einer speziell präparierten Website, um das Telefon mit Keyloggern, Trojanern und ähnlichem Getier zu verkeimen. Die eigenen Kennworte, Konto- und Zugangsdaten (Facebook, Twitter & Co) gehören dann den bösen Buben.

Also, vorsicht beim Scannen von Pixelmustern.

PS: Und, hat schon jemand rausbekommen, was sich hinter meinem Punktbreichen verbirgt? Es ist ein Text, keine Webadresse.