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Die Heimat der schrägen Geschichten.

Ein Sieg der Vernunft

Wer es bisher noch nicht wusste, ich darf mich seit einigen Jahren Diplominformatiker nennen, worunter sich meine Mutter bis heute nur »was mit Computern« vorstellen kann. Wenn es aber nach unseren Bildungspolitikern ginge und gegangen wäre, würde es diesen Studiengang nicht mehr geben, sondern stattdessen den Bachelor und Master of Computer Sience. Klingt total trendy ist aber totaler Mist.

Bachelor oder auch das Schmalspurstudium - Bachelor, dass ist ein klein wenig mehr als Grundstudium. Die Politik wird nicht müde, die neuen Abschlüsse als das non plus ultra zu verkaufen. Insbesondere wird die tolle internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse immer heraus gestrichen. Dabei ist es gerade das Diplom und seine sehr breite inhaltliche Aufstellung, was uns im Ausland zu begehrten Arbeitskräften macht.

In Wirklichkeit ist der Bachelor nur eins: billig. Wenn, wie geplant, der überwiegende Teil der Studenten nur ein Kurzprogramm durchziehen und nicht, wie beim Diplom das volle Programm, lassen sich mehr Leute durch die Uni schleusen. Pech nur, dass dabei die Qualität auf der Strecke bleibt. Das man am Ende mit einem Papier dasteht, mit dem man oft, wenn auch nicht immer, nichts anfangen kann, weil die Firmen eben doch lieber den Master oder das alte bewährte Diplom haben möchten. Pech nur, dass die Unis deutlich weniger Masterstudienplätze anbieten, als es Bewerber gibt und sich ihre Studenten aussuchen können.

Dabei war eine weitere, oft nicht öffentlich geäußerte, Begründung für die neuen Studiengänge, der Bedarf der Industrie an akademischen Fußvolk (Bachelor) und einer kleinen Eliten(Master).

Eine Reihe TUs scheint begriffen zu haben, dass die neue Entwicklung eine Sackgasse darstellt. Leider scheint die Politik über ein großes Beharrungsvermögen zu verfügen. Warum auch auf ein Spaarschwein verzichten, was stört da schon die mangelnde Qualität der Ausbildung?