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...und es hat »BUMM!« gemacht - 65 Jahre Trinity-Test

    Ich bin der Tod geworden, der Zerstörer der Welten.
                Dr. J. Robert Oppenheimer am 16. Juli 1945 einen Hindutext zitierendTrinity Test Explosion / Quelle: LANL

Der Blitz der Explosion war noch 400 Kilometer weit zu sehen und über 70 Kilometer weit zu hören. Die von der amerikanischen Regierung veröffentlichte Falschmeldung sprach von einem Munitionslager mit hochexplosivem Sprengstoff und pyrotechnischen Materialien, dass in den frühen Morgenstunden explodiert sei. Heute vor 65 Jahren, am 16. Juli 1945 um 05:29:45 Ortszeit explodierte in der Wüste New Mexicos die erste Atombombe der Geschichte - Trinity - Dreifaltigkeit.

»Now we are all sons of bitches« (Jetzt sind wir alles Hurensöhne) - Mit dieser Satz kommentierte Kenneth Bainbridge, einer der Mitentwickler der ersten Atombombe, die Explosion gegenüber dem Josef Oppenheimer, dem Vater der Atombombe. Dass sein Kind alles andere als nett entpuppte, begriff der Physiker und Leiter des Manhatten Projekts sehr schnell. Während unmittelbar nach dem erfolgreichen Test noch Euphorie vorherrschte, sorgten die deutlich stärker als vorausberechnete Radioaktivität, der zu strahlenden grünlichen Glas verschmolzene Wüstensand und der 300m große und 3 Meter tiefe Krater für Entsetzen und Ernüchterung. Nur der militärische Leiter General Leslie R. Groves zeigte sich hell auf begeistert. Keine vier Wochen später, nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki war Oppenheimer ein gebrochener Mann (»Diese armen kleinen Menschen«).

65 Jahre Trinity-Test, ein Geburtstag, von dem man mit Fug und Recht sagen kann, dass er sich in die Geschichte eingebrannt hat.