Was zum Teufel ist eigentlich ein Rollator?
Ich gebe zu, bis vor ein paar Wochen war mir der Begriff völlig unbekannt - Rollator Was soll das sein? Ich wäre nie darauf gekommen, dass damit der Gehwagen gemeint sein könnte. Nun ja...
Warum deswegen gleich einen Blogbeitrag schreiben? Ja, wenn auch nicht wegen des Rollators, sondern weil das Wort momentan permanent durch Funk, Fernsehen und Gedrucktes wandert. Ein klarer Fall eines Modeworts. Zum Glück kein ekelhaftes. Es gibt Worte, die sind einfach hässlich, zum Beispiel das permanent verwendete Wort von der Entschleunigung. Einfach nur widerlich! Entschleunigte Menschen fressen bestimmt auch Slowfood.
Ich will ja nichts sagen, aber ich hoffe inständig, dass sich mein Food überhaupt nicht bewegt. Weder fast noch slow. Slowfood als Wort ist megawiderlich.
Hier noch ein paar Vertreter der ekelhaften Wortsorte:
- vollinhaltlich - Kann eigentlich nur dem Hirn eines servilen Vorstandsassistenten entsprungen sein.
- verortet - Klingt wie festgewachsen
- authentisch - Wer würde sich mit weniger zufrieden geben, als mit dem echt authentischem Tischdeckchen aus Madagaskar Spitzohrrattenhaar.
- Humankapital - Da fällt mir nichts mehr zu ein. Oder doch: Humankapital wird zunehmend durch den Anglizismus human resources ersetzt.
Um noch Mal auf den Rollator zurück zu kommen. Heute Abend in der Berliner Abendschau habe ich einen Bericht über die Gropiusstadt gesehen. Die Problemsiedlung (auch so ein Un-/Modewort) soll schöner und wohnlicher werden, u.a. durch Rollatorgaragen.


