Blog von Nero Impala
Nachtschatten 11 - Endspiel
Verfasst von Nero Impala am 1 September, 2010 - 11:20.Heute ist der 1. September 2010 und, wie immer am 1. September, der Meterologischer Herbstanfang. Wenn ich so aus dem Fenster sehe und die fetten, schwarzen Wolken betrachte, kann ich nur sagen: Stimmt, der Herbst ist da. Was wäre da nicht besser geeignet, als den Abschied vom Sommer mit einem neuen, dem letzten Teil meiner Vampirgeschichte zu versüßen?
Deswegen freue ich mich euch heute endlich Teil 11 - Endspiel der Nachtschatten präsentieren zu können. Ich hoffe, dass sich das Warten für euch gelohnt hat.
Viel Vergnügen,
Nero
PS: Zur Statistik - Nachtschatten 11 hat 804 KiB, 200 Seiten und 43 Kapitel.
Sorry!
Verfasst von Nero Impala am 30 August, 2010 - 10:37.Bin am Wochenende nicht zum schreiben gekommen. War bei Freunden eingeladen und musste meinem Männe helfen. Außerdem sind es dann doch noch zwei Kapitel mehr geworden...
DURCHHALTEN!
Verfasst von Nero Impala am 26 August, 2010 - 20:41.Ich bin fast fertig. Letztes Kapitel! Echt!
Rübe ab! Oder doch nicht?
Verfasst von Nero Impala am 25 August, 2010 - 11:55.
Eigentlich hielt ich die Eidgenossen immer für ein ruhiges und nettes Völkchen, die ein paar sympathische Eigenheiten pflegten, etwa dem Käsefondue.
Und nun das: Schweizer sollen über Rückkehr der Todesstrafe abstimmen hieß es gestern (Dienstag) im Spiegel und auch meine geschätzte Berliner Zeitung fühlte sich bemüßigt, einen Kommentar dazu abzugeben. Telepolis, die journalistische letzte Verteidigungslinie eines liberalen Bürgertums, sowieso.
Worum ging es? Während vor 68 Jahren in der Schweiz die Todesstrafe abgeschafft wurde, brachte gestern ein siebenköpfiges Komitee eine Volksinitiative zur Wiedereinführung auf den Weg. Danach sollten zukünftig Täter, die »in Kombination mit einer sexuellen Handlung mit einem Kind, sexueller Nötigung oder Vergewaltigung eine vorsätzliche Tötung oder einen Mord begehen« wieder mit dem Tod bestraft werden und das »unabhängig von Gutachten oder wissenschaftlichen Erkenntnissen«. Ein Fall von geradezu klassischem »Rübe ab!«-Populismus und nebenbei im krassen Widerspruch zur Europäischen Menschenrechtskonvention, die die Schweiz unterzeichnet hat. Entsprechend entsetzt reagierte dann auch die inner- und außerschweizerische Politik. Sämtliche Parteien, selbst die Rechtsausleger der Schweizerischen Volkspartei(SVP), zeigten sich einheitlich ablehnend.
Doch heute: April! April! Schweizer Gruppe bläst Initiative für Todesstrafe wieder ab.
Was denn jetzt? Rin in die Kartüffel, raus aus die Kartüffel? Alles nur eine PR-Aktion? »Die Initiative war das einzige was wir rechtlich machen konnten, um uns Gehör zu verschaffen« Ob damit Hinterbliebenen von Gewaltopfern sexueller Straftaten geholfen ist? Die Begründung für Absage der Initiative scheint mir ein wenig fadenscheinig, zumal sie wieder einen angeblichen Täter- gegen nicht vorhandenen Opferschutz aus zuspielen versucht.
Was haben eigentlich Cornflakes mit Onanie zu tun?
Verfasst von Nero Impala am 24 August, 2010 - 20:15.Gehört hat das Gerücht bestimmt jeder schon mal: Cornflakes wurden erfunden, um pubertierende Jungs vom Wixen abzuhalten. Aber was ist da wirklich dran?
Sowohl mehr als auch weniger, als man denkt. Basis des Gerüchtes ist niemand geringeres als John Harvey Kellogg, der neben der Erdnussbutter zusammen mit seinem Bruder Will Keith Kellogg die Cornflakes erfand.
Kellogg muss ein merkwürdiger Kauz gewesen sein, der sich als Vorkämpfer einer gesunden Ernährung verstand. So lebte er nicht nur streng vegetarisch, was ja nichts schlimmes ist, sondern lehnte auch den Genuss von Alkohol, Tabak, Kaffee und - völlig absurd - Sex ab. Kellogg war lange Jahr verheiratet, soll aber die Ehe nie vollzogen haben (was für ein Formulierung »Ehe vollziehen«). Nun ist es nicht sonderlich spannend, nur so für sich allen, ein Gesundheitsvorkämpfer zu sein. Kellogg aber betrieb ein Sanatorium, dem »Battle Creek Sanatorium« dass in einem fiktiven Roman von T.C. Boyle verarbeitet wurde und später unter dem Titel The Road to Wellville (Willkommen in Wellville) verfilmt wurde. In diesem Sanatorium wurden die Patienten, die meist unter Übergewicht und Verstopfungen litten, mit täglichen Einläufen und strenger vegetarischer Diät, bei striktem Fleisch-, Tabak-, Kaffee-, Alkohol- und Sexverbot, behandelt. Zu letzteren zählten auch die Vorläufer der Cornflakes. Allerdings war es sein Bruder Will, der den Dingern Zucker zusetzte, was überhaupt nicht im Sinne seines Bruders war.
Doch zurück zur Onanie. Kellogg hielt sie für ein sehr großes Übel, das er für diverse Krankheiten verantwortlich machte. So empfahl er eine routinemäßige Beschneidung kleiner Junger, um ihre Eichel unempfindlicher zu machen. Die OP sollte dabei ohne Betäubung erfolgen. Dies hätte einen heilsamen Effekt, da der Schmerz mit Strafe in Verbindung gebracht würde. Ich glaube, man kann Kellogg wirklich als sexfeindlich bezeichnen, obwohl es Vermutungen gibt, dass seine Einläufe, denen er sich täglich unterzog, als Klismaphilie (Lustgewinn durch Einläufe) gewertet werden kann.
Wirklich Endspurt
Verfasst von Nero Impala am 23 August, 2010 - 12:29.Ich weiß, ihr giert nach Infos, wie es mit Nachtschatten weiter geht. Also, die Wasserstandesmeldung besagt: 173 Seiten und 38 Kapitel. Damit könnt ihr natürlich noch nicht viel anfangen. Aber vielleicht mit der nachfolgenden Information: Im Moment schreibe ich die finale Konfrontation meiner Helden mit ihrer Nemesis. Danach dürfte die Luft raus sein und nur noch etwas romantisches Nachgeplänkel folgen (»Und sie lebten glücklich bis zum Ende ihrer Tage«). Alles in allem rechne ich noch mit 2 bis 3 Kapiteln. Dann ist Schluss und das Ding geht online.
Ein Träne für das Analogfernsehen
Verfasst von Nero Impala am 21 August, 2010 - 21:55.Zuerst, ein Testbild:

So ein Testbild war wichtig. Mit ihm konnte ein Fernsehtechniker Fernsehgeräte einstellen oder aber auch Funkstrecken testen. Interessant an einem echten also nicht dem hier reproduzierten FuBK-Testbild ist übrigens, dass es Bereiche enthält, die gezielt falsch kodiert sind. Es sind die beiden grauen Felder unter rechts. Dort wird mit der Farbkodierung getrickst. War der eigene Fernseher nicht ganz fit, waren die Teile nicht grau sondern farbig.
Tja, so schön das Testbild auch sein mag. Es ist ausgestorben. Zum einen begannen in den 90igern ein Fernsehsender nach dem anderen auf 24 Stunden-Sendebetrieb zu gehen, womit der Sendepause verschwand und damit das Testbild. Zum anderen hat es in Zeiten des digitalen Fernsehens seine Funktion verloren. Wem sagen heute noch Begriffe wie PAL, SECAM oder NTSC noch etwas?
Digitalfernsehen braucht keine Farbkodierung, was PAL, SECAM und NTSC waren. Keine Kodierung, keine Notwendigkeit sie testen zu müssen.
Also, genießen wir noch ein letztes Mal die technische Strenge, dieser reduzierten Schönheit.
Unharmonischer Intimverkehr ist kein Reisemangel
Verfasst von Nero Impala am 20 August, 2010 - 15:27.Die Urlaubszeit ist ja fast vorbei, da passt es ganz gut, den Blick auf ein Urteil des AG Mönchengladbach, vom 25.04.1991, Az: 5a C 106/91:
Der Kläger hatte bei der Beklagten (eine Reiseunternehmen) eine 14tägige Reise nach Menorca gebucht. An sich nichts schlimmes und per auch nicht zu kritisieren. Was dem Kläger aber missfiel, war der Umstand, dass statt des versprochenen Doppelbetts nur zwei einzelne Betten in seinem Hotelzimmer standen. Schon in der ersten Nacht musste er feststellen, dass diese Einzelbetten seine üblichen »Schlaf- und Beischlafgewohnheiten« empfindlich beeinträchtigten. Während des gesamten Urlaubs wäre ein »friedliches und harmonisches Einschlaf- und Beischlaferlebnis« nicht zustande gekommen. Da dem Kläger ein harmonischer Intimverkehr nahezu völlig verhindert worden wäre, verlangte dieser von der Beklagten Schadensersatz in Höhe von 20% des Reisepreises.
Das AG Mönchengladbach wies die Klage ab und folgte damit dem Begehren der Beklagten, wie dies auf Juristendeutsch lautet. Interessant ist die Begründung, bei der der Richter wirklich zu bewundernswerten Hochform aufgelaufen ist:
So hätte der Kläger nicht näher dargelegt, welche besonderen Beischlafgewohnheiten er praktiziert, die fest verbundene Doppelbetten voraussetzen. Dieser Punkt brauchte allerdings nicht aufgeklärt zu werden, denn es komme hier nicht auf die spezielle Gewohnheiten des Klägers an, sondern darauf, ob die Betten für den durchschnittlichen Reisenden ungeeignet sind. Dies, so dass Gericht, sei nicht der Fall: »Dem Gericht sind mehrere allgemein bekannte und übliche Variationen der Ausführung des Beischlafs bekannt, die auf einem einzelnen Bett ausgeübt werden können, und zwar durchaus zur Zufriedenheit aller Beteiligten.«
Und da soll noch Mal jemand sagen, Deutsche Gerichte wären weltfremd.
Es geht aber noch weiter. Selbst wenn man dem Kläger seine speziellen Beischlafpraktiken zugestehe, die ein festverbundenes Doppelbett voraussetzen, stelle dies trotzdem kein Reisemangel dar, da der Kläger den Mangel hätte leicht abstellen können.
Es gibt nichts, was es nicht gibt
Verfasst von Nero Impala am 19 August, 2010 - 20:18.Manchmal stolpert man im Internet wirklich über richtig absurdes Zeug. Als Motorradfahrer interessiert mich natürlich auch sicherer Schutzkleidung, weswegen es an sich nicht ungewöhnlich ist, gelegentlich nach guten und attraktiven Kombis zu googlen. Worüber ich jetzt aber stolperte, ist dann doch ein wenig spezieller. Da bietet tatsächlich die amerikanische Firma Universal Designs Ltd. Replika-Lederkombis unserer Aktionhelden an, wie etwa Batmans Anzug als voll funktionsfähige Motorradkombi an. Alernativ kann Mann sich auch in Iron Man 2 Kombi hüllen.
Wer das für einen Witz hält, täuscht sich. Die Lederkombis werden mit den Weihen der Lizenzinhaber (Marwell, Warner Bros. etc.) produziert.
Wer jetzt aber beginnt, von einem Ausritt in Wolverines X-Man-Dress zu träumen, sollte einen Blick auf sein Konto werfen und nachschauen, ob für eine Ausgabe von 998$ zzg. Versand und Zoll genug Luft herrscht.


