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Stadtfest (Lesbisch-Schwules), Fußball und der ganze Rest

Ja, ich bin etwas spät mit einer Zusammenfassung dran. Unser Henker ist mir da zuvor gekommen. Tja, wie war das Stadtfest? Ambivalent. Es begann damit, dass es zu pissen anfing, kaum das wir von zu Hause los radelten - Ungeil. Um halb vier war noch nicht so viel los. Das hatten wir in früheren Jahren schon anders erlebt. Überhaupt schien mir eine leichte Verschiebung im Publikum statt zu finden. Viele Hetropärchen scheinen die entspannte Stimmung für sich entdeckt zu haben. Verständlich, denn die Stimmung war auch dieses Mal sehr relaxt, vielleicht sogar ein wenig verschlafen, was vielleicht am Fußball lag, der parallel lief.

Ansonsten das Übliche: Tuckige Lederkerle. Ich muss mich immer scheckig lachen, wenn aus den Mündern der harten Lederkerle, sehr soft gesäuselte Worte sprudeln. Gut, manche scheinen nur knurren zu können oder wollen. Die Preise an den Freßständen waren und sind tatsächlich zivil. Da haben wir schon anderes erlebt, obwohl der Chapi ein wenig knauserig eingeschenkt war...

Fußball? Auf dem Stadtfest konnte man es fast vergessen. Kein Vuvuzela getröte. Kein Prolls die »Doitschlaaaaaaaand" grölten. Nicht, dass man mich missversteht. Ich habe nichts gegen schwarz-rot-goldenen Fähnchen am Auto oder Balkon. Aber bei manchen Typen beschleicht mich der Verdacht, dass die WM als Vorwand für unreflektierten akoholseeligen Dumpfbackennationalismus herhalten muss.