Grummel
Verfasst von Nero Impala am 22 Februar, 2012 - 16:40.Ja, ich bin noch da. Komme aber im Moment überhaupt nicht zum bloggen. Immerhin komme ich noch zum schreiben, wenn auch nur spät abends. Appropos schreiben: Ich habe noch Bücher. Wem also ein Drachenblut 1, 2 oder 3 im Regal fehlen sollte...
ACTA ad acta!
Verfasst von Nero Impala am 12 Februar, 2012 - 22:13.
München 16.000, Berlin 10.000 - Was ist es, was bei diesen fieskalten Wetter so viele Menschen auf die Straße treibt? Ein 4-Buchstabenkürzel namens ACTA hinter dem sich dieser unhandliche Begriff Anti-Counterfeiting Trade Agreement übersetzt etwa Handelsvereinbarung gegen Produktpiraterie. Wer sich darunter den Kampf gegen in China gefälschte Wasserhähe vorstellt, hat sogar Recht. Genau so Fälschungen von Autoteilen, Edelhandtaschen bis hin zu Turnschuhen mit oder ohne drei Streifen.
Klingt doch nicht schlecht, oder? Kann man/frau doch gar nicht gegen sein, oder?
Aber dem ist nicht so. Es geht eben primär nicht um gefälscht Turnschuhe, sondern um (vermeindliche) Video- und Musikpiraterie. ACTA ist eine Vereinbarung, die von den USA, Japan, der EU, Australien, Neuseeland und noch ein paar anderen Staaten von 2008 bis 2011 geführt wurden. Gerüchteweise wurde von seiten der USA extremer Druck auf die Verhandlungen ausgeübt und sie in eine ganz bestimmte Richtung gedrängt und fast vollständig dem seit längerem bekannten Forderungskatalog der Film- und Musikindustrie entspricht.
Gerüchteweise... Denn die Verhandlungen fanden geheim statt. Nicht nur über den Inhalt wurde stillschweigen vereinbart, sogar die Verhandlungsorte waren geheim, um von vorn herei Proteste zu verhindern.
Geheim? Moment... was hatten wir noch gleich für eine Regierungsform? Ich dachte immer, Gesetze würden im Parlament diskutiert und dann verabschiedet werden. Denn sollte ACTA auch in Deutschland in Kraft treten, hätte es Folgen, die weit bis in das Strafrecht reichen würden, etwa die anlasslose Durchsuchung von MP3-Playern und Laptops durch den Zoll. Dabei könnte dann bereits ein Verstoß gegen Pirateriegesetze vorliegen, wenn man sich im Urlaub eine Fernsehserie kauft, die im Heimatland noch nicht veröffentlich wurden.
Was für ein Glück, dass ich an zwei Geschichten schreiben kann
Verfasst von Nero Impala am 9 Februar, 2012 - 21:04.Andernfalls hätte ich jetzt die totale Schreibblockade. Mit meinem höllischen Ermittler Sonni Lundkvist läufst nämlich nicht so gut. Manchmal klemmt es einfach. Dafür geht es mit Captain Floyd Rutherford Grant und seiner nerdigen Rothaut ziemlich gut voran. Ich würde also an eurer Stelle eher damit rechnen, dass der nächste Storyteil, der das Licht dieser und anderer Webseiten erblicken wird, vermutlich Hyperion sein wird.
Wie Pilze auf feuchten Waldboden
Verfasst von Nero Impala am 8 Februar, 2012 - 22:25.
Ich weiß natürlich nicht, wie es in euren Städten aussieht, aber hier in der Hauptstadt wuchern seit einiger Zeit die Altkleidercontainer wie Unkraut. Überall stehen sie rum. In einer ziemlich kurzen Straße habe ich letzten fünf Stück von ebenso vielen Organisationen gezählt - Oder sollte ich lieber schreiben: Firmen?
Zufällig stolperte ich nämlich über einen Fernsehbeitrag, der genau diese Landplage zum Thema hatte. Die Container sind fast nie das, was sie zu sein vorgeben: nämlich nicht karitativ sondern vollkommen kommerziel. Altkleidersammeln gilt steuerlich nämlich als gewerbliche Tätigkeit. Wer also meint, einen guten Zweck zu erfüllen und seine noch tragbare Kleidung in derartige Container entsorgt, macht in Wirklichkeit professionelle Altkleiderhändler reich.
Und warum, so werdet ihr euch fragen, sorgt die Polizei oder das Ordnungsamt nicht für Einhalt? Weil die beigen Kisten fast nie auf eindeutig öffentlichen Straßenland stehen. Ich habe mir, nachdem mir die Teile wirklich brutal ins Auge stachen, genauer angesehen, wo die Teile stehen. Das Ergebnis war ebenso überraschend wie aufschlussreich: Fast nie auf der Straße. Das Teil auf dem Bild rechts stand z.B. auf einer kleinen Käseecke einer Schrauberwerkstadt. Ein anderer auf einem Stück Bahngelände, Spielplatz, Grünstreifen. Irgendwie platzieren die Firmen die Teile immer dort, wo nicht sofort offensichtlich ist, wer für den Grund und Boden verantwortlich ist: Tiefbau- oder Gartenbauamt, Bahn, privater Eigentümer. Und die Behörden haben nicht genügend Personal und Geld, um einerseits zu klären, wer zuständig ist und andererseits, wem der Container eigentlich gehört.
Das ist das nächste Problem mit den Altkleidersammelcontainern, dass es oft gar nicht so einfach bis unmöglich ist, den Aufsteller zu ermitteln. Nur weil auf einer Blechbox »Deutsches Rotes Kreuz« draufsteht, heißt das noch lange nicht, dass dem so ist. Andererseits, wer spendenfreudige Bürger betrügt, wird wohl kaum davor zurückschrecken, bei seiner Identität zu flunkern.
»Es ist noch nie jamand erstunken, wohl aber erfroren«
Verfasst von Nero Impala am 7 Februar, 2012 - 22:38.Es gehört ja zum guten Ton, nach dem Besuch des Aborts, insbesondere nach längeren Sitzungen, das Fenster zu öffnen, um die olfaktorische Raumluftbelastung relativ schnell wieder in zivile Bereiche zu bringen. Doch genau diese an sich lobenswerte Handlung bringt bei den momentan herrschenden Außentemperaturen nicht unerheblich Gefahren, inbesondere, wenn man vergisst, das zuvor geöffnete Fenster auch wieder zu schließen.
Scheiße, war die Brille kalt!
Alles Banditen!
Verfasst von Nero Impala am 28 Januar, 2012 - 23:41.
Man denkt ja immer, dass passiert nur den anderen, doch jetzt ist es mir passiert: Kreditkartenabzocke! Heute (28.1.2012) trudelte eine Kreditkartenabrechnung von einer Karte bei mir ein, die ich eigentlich nur im Urlaub benutze. Ihr letzter Einsatz liegt dann auch mehr als ein Jahr zurück, im Dezember 2010. Nichts böses ahnend, öffnete ich den Umschlag und wäre fast umgekippt. Fast 2.200€ in zwei Tagen wurden abgezogen. Primär Tankstellen und Konsumtempel. Ihr könnt euch also vorstellen, was ich diesen Samstag gemacht habe: Karte sperren, zur Polizei und Anzeige erstatten, alle Belege durchgehen... Und dann immer die Ungewissheit, ob man die Kohle wieder bekommt. Prinzipiell ist so eine Karte ja versichert, aber wer weiß, wie sich die Bank vielleicht noch rausredet. Die Sache ist jedenfalls zum kotzen.
Was ich mich frage: Wie sind die an meine Kartennummer gekommen?
Ich setzte das Teil fast nie ein, insbesondere auch nicht online. Phishing kann es somit nicht sein. Eigentlich gibt es nur eine Möglichkeit, nämlich das die Karte vor einem Jahr im Urlaub kopiert wurde. Das wäre wirklich hinterhältig. Wenn man nämlich davon ausgeht, dass so eine Karte regelmäßig genutzt wird, dürften den meisten Leuten der Zusammenhang mit dem Urlaub längst entfallen sein.
Nun ja, Montag werde ich erst einmal meiner Bank einen Besuch abstatten und den Fall schildern. Ich will meine Kohle wieder haben!
Grummel...
Verfasst von Nero Impala am 26 Januar, 2012 - 21:23.Als hart schufender Lohnsklave hat man doch eigentlich das Recht mit irgend einem netten Krimi, SciFi oder anderem fiktionalem Dumpfsinn sein Hirn auf Durchzug schalten zu lassen. Aber was müssen meine entzündeten Augen im EPG sehen: Dschungelcamp mit C- und Möchtegernsternchen, schwer verdauliche Dauerkochshows, Castingverarschungen, die üblichen Politgeronten im ARD-Permatalk...
Ich bin ein verirrter Fernsehkonsument, holt mich hier raus!
»Das Gespräch war zu kurz!«
Verfasst von Nero Impala am 24 Januar, 2012 - 22:54.
Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten:
- Die Drehbuchautoren fast aller Krimis und Thriller sind ignorante Technikverweigerer
- Die Drehbuchautoren fast aller Krimis und Thriller sind arrogante Arschlöcher, die glauben, auf Genauigkeit bei den Technikdetails kommt es nicht, weil es die Zuschauer eh nicht begreifen.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass die uns nach wie vor diesen Schwachsinn mit dem zu kurzen Gespräch präsentieren, wenn mal wieder eine Telefonfangschaltung nicht geklappt hat. Dabei ist das absoluter Humbug, wie eigentlich jeder nach der Diskussion um die Voratsdatenspeicher wissen sollte - sogar Drehbuchautoren. Da Gespräche heute komplett digital, entweder per ATM oder zunehmend per IP und SIP vermittelt werden, fällt bei jedem Verbindungsaufbau, ja sogar bei jedem Verbindungsversuch ein Datensatz an, der alle spannenden Informationen enthält. Es gibt sogar ein Leitungsmerkmal namens Malicious Call Identification (MCID), mit der sich Rufnummern sofort anzeigen lassen.
Aber vorher kommt dieser Mython, von der Fangschaltung, bei der ein Gespräch mindestens X Minuten bestehen musste, um gefangen zu werden?
Der Ursprung liegt in der Vermittlungstechnik der 60iger und 70iger Jahre des letzten Jahrhunderts als die Vermittlung von Gespräche noch von Hebdrehwählern und Edelmetall-Motor-Drehwählern vermittelt wurden und das gesamte Telefonnetz in Relais-Logik realisiert war. Wollte man damals einen Anruf zurück verfolgen, mussten Fernmeldetechniker der Post tatsächlich die Leitung vom Angerufenen zum Rufer in den Schaltkästen der Vermittlung zurück verfolgen, d.h. von einem Drehwähler zum nächsten wetzen, die Nummer ablesen und den Weg zum vorausgehenden suchen. Das kostete Zeit und war alles andere als einfach. Legte der Anrufer auf, bevor die ganze Kette abgeklappert war, fielen die Drehwähler in ihre Nulllage zurück und die ganze Arbeit war für die Katz.
Da versteh einer die Amerikaner!
Verfasst von Nero Impala am 20 Januar, 2012 - 12:30.
Im diesem Jahr werden unsere Freunde aus Übersee ja wieder ihren Präsidenten wählen. Auf der Seite der Demokraten ist die Sachlage einfach. Barack Obama wird zur Wiederwahl antreten. Bei den konservativen Republikanern ist noch nicht (ganz) klar, wer das Rennen macht und als Herausforderer antritt. Aber so wie die Dinge zur Zeit liegen, wird wohl der Multimillionär und Mormone Mitt Romney die Vorwahlen für sich entscheiden, es sei denn, die ultrakonservative und fundamentalistische religöse Rechte einigt sich auf einen gemeinsamen Kandidaten.
Sollte letzteres eintreten, hat Obama eine reelle Chance, wiedergewählt zu werden. Die evangelikalen Gotteskrieger Amerikas sind selbst den meisten Konservativen zu radikal. Aber Romney... der scheint schon jetzt Obama mächtig gefährlich zu werden. Aktuelle Umfragen sehen sie bei 48% und 46% gegen den Amtsinhaber.
Romney ist ein Marktradikaler. Sein Vermögen hat er mit Kauf, Zerlegung und Wiederverkauf von Firmen gemacht. Eine echte Heuschrecke. Wobei er das nicht so sieht und es als "gottgegeben" ansieht, Profit zu machen. Ein echter Mormone eben. Obama hingegen, so Romney, würde aus den U.S.A. einen "europäischen Sozialstaat" machen wollen. Da kann ich nur sagen: Wenn es denn so wäre. Etwas mehr Solidarität in der amerikanischen Gesellschaft wäre sicherlich nicht schädlich. Aber das sieht Romney natürlich ganz anders und pflegt die Lebenslüge aller Marktradikalen, dass Profit Wohlstand für alle bedeuten würde. Dabei reicht der Besuch einer Vorlesung in Volkswirtschaft, um zu wissen: damit einer reich wird müssen viele arm werden. Reichtum für alle ist eine Fiktion.
Das Problem Obamas sind die Arbeitslosen. Er hat drei Millionen mehr auf dem Konto, als bei Amtsantritt. Jeder, der ein wenig Nachrichten schaut oder Zeitung liest, weiß, dass das kaum seine Schuld ist, sondern die Folge des Scheiterns der wirtschaftsliberalen Ideologie vom freien Markt. Mit anderen Worten: Die Amis sind drauf und dran, wieder einen Präsidenten zu wählen, der genau aus dem Lager stammt, dass für die katastrophale Wirtschaftslage verantwortlich ist.
Abschlussprüfung zum Elektroniker für Betriebstechnik
Verfasst von Max2605 am 18 Januar, 2012 - 17:00.Juchuuu! Ich habe es geschafft. Nun bin ich Elektroniker f. Betriebstechnik!
Bestanden mit 73% Entspricht der Note 3.
Ab morgen gehst das "richtig" Arbeiten.
Gruß
Max


